BIM Unterstützung, Swissgrid
Fakten und Zahlen
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Kunde
Swissgrid AG
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Standort
Aarau (Pilotprojekte unter anderem in Winkeln, Laufenburg-Mühleberg und Valle Maggia)
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Teilnehmer
Basler & Hofmann AG , MetaXD AG, Swissgrid AG
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Projektvertragswert
CHF 315000
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Referenz Kundenname
Reza Nili
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Zeitrahmen
01.04.2023 - 31.03.2024

Die Modernisierung eines nationalen Stromnetzes ist eine komplexe Jahrhundertaufgabe. Für die Swissgrid AG bedeutete sie nicht nur den Ausbau und die Erneuerung kritischer Infrastrukturen, sondern auch einen konsequenten Schritt in die digitale Zukunft. Genau an diesem Punkt setzte das Projekt BIM@Swissgrid an: eine wegweisende Initiative zur Einführung von Building Information Modeling (BIM) in Pilotprojekten des Netzbaus, darunter Unterwerke sowie Leitungsbauprojekte.
Das Ziel war ambitioniert und zugleich klar definiert: Die Entwicklung und Anwendung von BIM-Standards sollte die Qualität, Transparenz und Effizienz der Bau- und Betriebsprozesse sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau nachhaltig verbessern.

Eine zentrale Rolle in dieser Transformation übernahm Gianluca Genova, führender BIM-Experte der Basler & Hofmann AG und MetaXD AG. Als Mitglied des BIM-Kernteams von Swissgrid prägte er das Projekt sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene. Dabei wirkte er massgeblich an mehreren Schlüsselvorhaben mit, darunter das Unterwerk Winkeln, das Leitungsbauprojekt Laufenburg–Mühleberg sowie das umfassende Programm Valle Maggia.
Damit diese Pilotprojekte nicht nur punktuelle Erfolge erzielen, sondern als tragfähige Grundlage für zukünftige Standards dienen konnten, leitete Genova die Erarbeitung zentraler Grundlagen. Dazu gehörten umfassende BIM-Prozessdokumentationen, spezifische Use-Case-Richtlinien sowie ein grundlegender BIM Execution Plan (BEP). Ergänzt wurden diese durch präzise definierte Exchange Information Requirements (EIR), die einen konsistenten Informationsaustausch und ein verlässliches Datenmanagement sicherstellten.

Die eigentliche Innovationskraft von BIM@Swissgrid lag jedoch nicht allein in der Einführung neuer Planungsmethoden, sondern in der intelligenten Verbindung unterschiedlicher technologischer Welten. Ein zentrales Teilziel des Projekts war die Entwicklung eines Integrationskonzepts zwischen BIM und Geoinformationssystemen (GIS). Durch diese Verknüpfung entstand ein deutlich umfassenderes Verständnis der Infrastruktur: Weg von isolierten Gebäudemodellen, hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung des räumlichen und technischen Gesamtsystems.
So konnten nicht nur Bauwerksdaten, sondern auch Geodaten zu Umweltaspekten, externe Netzwerke wie Versorgungsleitungen sowie Strassen- und Infrastruktursysteme in ein gemeinsames Datenökosystem eingebunden werden. Diese Vernetzung schuf die Voraussetzung für fundiertere Planungs-, Bau- und Betriebsentscheidungen.

Auf dieser Grundlage wurde schliesslich die wohl grösste Vision des Projekts greifbar: die Entwicklung eines Gesamtkonzepts für ein Zielsystem zum Management eines Asset Digital Twin. Getragen von einer engen, interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Hochbau, Tiefbau und GIS gelang es Swissgrid, ein zukunftsweisendes Fundament zu schaffen. Dieses wird es dem Unternehmen ermöglichen, digitale Abbilder seiner Anlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg effizient zu nutzen, zu pflegen und weiterzuentwickeln.
Mit BIM@Swissgrid zeigt sich eindrücklich, wie digitale Methoden nicht nur einzelne Prozesse verbessern, sondern ganze Infrastruktursysteme neu denken lassen. Das Projekt steht damit exemplarisch für den Wandel hin zu einem vernetzten, datenbasierten und nachhaltigen Netzmanagement in der Schweiz.